Stärke Dein Gehirn mit Sport

Sport ist auch gut fürs Hirn: Erhöhung der Sauerstoffversorgung, des Blutvolumens sowie Verbesserung der neuronalen Verbindungen im Gehirn durch den Prozess, der Neubildung von Nervenzellen, die sogenannte Neurogenese. Zudem gibt es Hinweise, dass sportliche Aktivitäten – auch bei Erwachsenen – zu einer Vergrößerung des Hippocampus führen, dem Teil des Gehirns, welche Erinnerungen erzeugt, bevor sie an anderen Stellen im Gehirn gespeichert werden.

Der Hippocampus überführt Eindrücke aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis und ist der koordinierende Stelle verschiedener Gedächtnisinhalte. Eindrücke, die zu verschiedenen Zeitpunkten gewonnen wurde, werden im Hippocampus zusammengefügt, unter anderem, um sich orientieren zu können – er ist die Quelle des „Orientierungssinns“.

Sport verbessert die Neurogenese im Hippocampus, indem Nervenzellen, welche durch Stress verloren gingen, ersetzt und darüber hinaus neue gebildet werden. Je nach Aktivität in unterschiedlichem Ausmaß:

  • Ausdauertraining (Laufen oder Schwimmer) über lange Distanzen ab 1 Stunde Aktivität fördert die Neurogenese am stärksten (Neubildung von neuronalen Verbindungen, Zunahme an Volumen und Dichte sowie Regenerierung der Neuronen)
  • High Intensity Invterval Training (HIIT) erhält die Silbermedaille: die Neurogenesis ist nicht so ausgeprägt wie beim Klassenbesten, dem Ausdauertraining, aber trotzdem messbar und daher bemerkenswert
  • Krafttraining (resistance training) hat erstaunlicherweise keinerlei nachweisbare Auswirkung auf Neuronenneubildung

Obgleich Krafttraining keine Auswirkungen auf den Hippocampus hat, bedeutet es nicht, dass es das Gehirn nicht positiv beeinflusst. Jedes Training verbessert den Blutdurchsatz ins und die Sauerstoffversorgung des Gehirns: Bankdrücken läßt zwar den Hippocampus nicht wachsen, trägt aber dennoch zu einer Verbesserung der Gehirnfunktionen bei. Gleichwohl sollte das Training in der Muckibude um HIIT oder Ausdauertraining erweitert werden.

Aerobes Dauerlaufen unterstützt die adulte Neurogenese. Wie Ausdauertraining generell (Laufen, Radfahren oder Schwimmen) die Nervenzellenneubildung fördert. Forschungsergebnisse bei Schwimmer haben gezeigt, dass die Blutzufuhr zum Hirn signifikant verbessert wird. Ist der Athlet ins Wasser eingetaucht, verbessert sich die Blutdurchsatz in den celebralen Aterien um ca. 10%. Die Extraportion Blut und Sauerstoff halten den Sportler wach und aufmerksam. Die nebenstehende Grafik verdeutlicht, was im Hirn schon nach 20 Minuten schwimmen „abgeht“ – im Gegensatz zum stupiden „Rumhocken“.  Zudem werden Endorphine freigesetzt – die Zutat für das feel good! Wie beschrieben, fördern nicht alle sportlichen Aktivitäten die Gehirnleistung gleichermaßen. Der größte Nutzen für das Gehirn entsteht, wenn folgende 4 Bedingungen gegeben sind:

  1. aerobes Training: stellt dem Gehirn genügend Sauerstoff und Glykogen zur Verfügung – die benötigten Kraftstoffe
  2. komplexe Bewegungen: nötigen das Gehirn eine Reihe motorischer und kognitiver Funktionen zu koordinieren – mit der Folge einer höheren synaptischen Plastizität
  3. nachhaltiges Training: erzeugt eine kognitive Reserve und führt zu einer langfristigen Verbesserung mit anhaltender Steigerung der Neurogenesis und synaptischen Plastizität und steigender Widerstandfähigkeit gegen altersbedingten Verlust an mentaler Stärke
  4. sensorischer Reichtum in den Bewegungen und dem bewegten Medium: fördert die Neurogenesis aufgrund der Rückmeldungen der Körpergefühle stärker als eine emotionslose Autopilotfunktion – gefühlte Bewegung

Welche Ausdauersportart diese Bedingungen am Besten erfüllt, möge jeder selbst beantworten oder einfach schwimmen.


Quellen:

[1] http://swimindia.in/the-reaction-of-brain-while-swimming-how-it-brings-overall-wellness; 17.01.2018

[2] https://darebee.com/running/running-and-a-healthy-brain.html; 17.01.2018

[3] http://www.swimwellblog.com/archives/618/; 17.01.2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.